Das Blut der Medusa – Schloss Ambras Innsbruck widmet den Korallen ab 26. Juni eine neue Ausstellung

Innsbruck (OTS) – Was haben Korallen mit dem schrecklichen Antlitz
der Medusa zu tun?
Handelt es sich bei ihnen tatsächlich um versteinertes Blut? Warum
waren Korallen einst wertvoller als Gold – und was macht sie heute
zur (traurigen) Ikone des Klimawandels?

Vor über 500 Jahren galten Korallen als Wunder der Natur,
entstammten sie doch dem damals noch weitgehend unerforschten Meer.
Seit der Antike bewegten sie sich im Spannungsfeld zwischen Legende
und Wissenschaft – lange Zeit glaubte man, sie seien aus dem Blut der
Medusa entstanden. Zugleich dienten sie als Material künstlerischer
Bearbeitung.

Der Tiroler Landesfürst Erzherzog Ferdinand II., Begründer der
Ambraser Sammlungen, besaß nahezu 100 Korallenobjekte – sowohl in
natürlich gewachsener als auch in kunstvoll bearbeiteter Form. Bis
heute zählt die Korallen-Sammlung in den Beständen des
Kunsthistorischen Museums auf Schloss Ambras Innsbruck zu den
weltweit bedeutendsten und größten ihrer Art.

Die Ausstellung „Das Blut der Medusa“ entsteht in enger
Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum und greift diese
facettenreiche Geschichte auf und führt sie in die Gegenwart. Rund 50
Objekte, größtenteils aus dem Ambraser Bestand, treffen auf
ausgewählte Leihgaben und naturwissenschaftliche Perspektiven. In
sinnlich inszenierten Räumen mit Licht, Farbe und Sound – ergänzt
durch Einblicke in die Unterwasserwelt und begehbare
„Korallenkabinette“ – entfaltet sich ein vielschichtiger Dialog
zwischen Kunst und Natur, zwischen historischem Sammelobjekt und
hochaktuellem Forschungsgegenstand.

Das Blut der Medusa
Die Korallen von Schloss Ambras
26. Juni bis 31. Oktober 2026
Schloss Ambras Innsbruck