Vösendorf/Wien (OTS) – Als Vito im September 2023 ins Tierschutzhaus
Vösendorf kam, lag ein
langer Weg vor ihm. Der damals achtjährige American Staffordshire
Terrier war einer der Dutzenden Hunde, die in einem regelrechten
Folterkeller in Ansfelden mutmaßlich für Hundekämpfe missbraucht
worden waren – einem der erschütterndsten Fälle von Tierquälerei der
vergangenen Jahre in Österreich.
Trotz dieser Vorgeschichte überraschte Vito mit seinem
freundlichen Wesen und seiner verschmusten Art. Im Sturm eroberte er
die Herzen aller Mitarbeitenden im Tierschutzhaus von Tierschutz
Austria/Wiener Tierschutzverein und Schritt für Schritt lernte er
durch das erfahrene Team aus Tierpfleger:innen, Hundetrainer:innen
sowie seinen Betreuungspatinnen und -paten all die Dinge kennen, die
für andere Hunde selbstverständlich sind: Spaziergänge an der Leine,
Autofahrten, neue Umgebungen und viele unterschiedliche Menschen.
Selbst bei Tierarztbesuchen blieb die große Knutschnase entspannt und
suchte Streicheleinheiten.
Zwtl.: Endlich angekommen
Vitos zukünftige Familie traf ihn schließlich im Sommer 2025 im
Tierschutzhaus in Vösendorf. Es folgten zahlreiche Besuche,
gemeinsame Spaziergänge und erste Probewohnen-Tage. Spätestens zu
Silvester war die Entscheidung gefallen: Vito soll bleiben. Ein paar
Monate später durfte der mittlerweile elfjährige Hunde-Opi endgültig
in sein neues Zuhause ziehen.
Heute genießt Vito sein neues Leben in vollen Zügen. Während
seine Menschen arbeiten, verschläft er entspannt den Tag. Am Abend
wird aus dem ehemaligen Kellerhund ein regelrechter Kuscheltiger.
„ Er ist entspannt, freundlich und zeigt großes Interesse an
Menschen und anderen Hunden. In der Hundeschule macht er einen sehr
guten Eindruck, und der erweiterte Sachkundenachweis wird ein
Spaziergang werden! “, berichten seine Halter:innen dem Team von
Tierschutz Austria/Wiener Tierschutzverein.
„ Wir freuen uns schon irrsinnig auf den kommenden Frühling und
Sommer – und auf unseren ersten gemeinsamen Urlaub in einem
Hundehotel in Österreich. “
Zwtl.: Überlebender aus Tierquälereiskandal in Ansfelden
Insgesamt 44 misshandelte Hunde wurden im September 2023 bei
einer behördlichen Abnahme in Ansfelden (OÖ) aus dunklen Kellerräumen
und kotverschmutzten Zwingern befreit. Die Hunde kannten kein
normales Hundeleben. Viele waren schwer traumatisiert, hatten kaum
Tageslicht gesehen und litten unter Krankheiten und Verletzungen.
Leider überlebten auch nicht alle befreiten Hunde die Folgen der
Strapazen.
Auch Vito musste nach seiner Ankunft im Tierschutzhaus gegen
Babesiose behandelt werden, eine gefürchtete, umgangssprachlich als
„Hundemalaria“ bekannte Parasitenkrankheit.
Zwtl.: Hoffnung für andere Langsitzer-Tiere
Für Tierschutz Austria/Wiener Tierschutzverein beweist Vitos
Vermittlung, dass selbst Tiere mit schwerster Vergangenheit Vertrauen
zurückgewinnen und ein liebevolles Zuhause finden können.
Wer die Versorgung von Tieren wie Vito unterstützen will, die
lange auf ihr Zuhause warten müssen und viel professionelle Hilfe
brauchen, kann Tierschutz Austria/Wiener Tierschutzverein mit einer
Spende für das Langsitzer-Projekt unterstützen:
https://www.tierschutz-austria.at/langsitzer/
