Fair unterwegs im Frühlingswald: Gemeinsamer Appell zum Start in die Outdoor-Saison

Purkersdorf/Wien/Innsbruck (OTS) – Die Tage werden länger, bald wird
es wieder wärmer – und besonders
rund um die Osterfeiertage zieht es viele Menschen hinaus in die
Natur: zum Spazieren, Wandern, für Frühlings-Skitouren, die erste
Bike-Runde oder einfach zum Abschalten. Gleichzeitig ist der Frühling
vor allem im Wald eine besonders sensible Phase. Viele Tiere ziehen
Nachwuchs auf, Amphibien sind auf Wanderschaft, und die Natur
reagiert jetzt besonders empfindlich auf Störungen. Die
Österreichischen Bundesforste (ÖBf), die Österreich Werbung und der
Österreichische Alpenverein rufen daher zu Rücksicht im Wald auf.

„Als Ganzjahresdestination hat Österreich zu jeder Jahreszeit die
passenden Angebote und tatsächlich werden das Frühjahr – und der
Herbst – touristisch immer relevanter. Fast ein Drittel unserer Gäste
kommt bereits außerhalb der Hauptsaison zu uns. Und Aktivitäten in
der Natur sind starke Nachfragetreiber im Ganzjahrestourismus“, sagt
Astrid Steharnig-Staudinger, CEO der Österreich Werbung.
„Spazierengehen, Wandern und Radfahren sind laut der Gästebefragung T
-MONA die beliebtesten Outdoor-Aktivitäten unserer Gäste.“ Die drei
Top-Gründe der Gäste für die Wahl der jeweiligen Destination sind
Österreichs Berge, das Angebot an Wanderwegen sowie Landschaft und
Natur. „Unsere Natur ist ein starkes Alleinstellungsmerkmal. Mit
dieser einzigartigen Ressource müssen wir sorgfältig und respektvoll
umgehen“, sagt Steharnig-Staudinger.

Vor allem im Wald zeigt sich, wie sensibel dieses Zusammenspiel
ist. Denn im Frühling werden unsere Wälder besonders intensiv genutzt
– dabei treffen oft unterschiedliche Interessen aufeinander. Ein
reibungsfreies Miteinander funktioniert daher nur, wenn sich alle
fair und rücksichtsvoll verhalten. „Für viele Österreicherinnen und
Österreicher ist der Wald ein wichtiger Erholungsraum zum
Krafttanken. Gleichzeitig ist er Lebensraum und vielerorts auch
Arbeitsplatz. Das Einhalten gewisser Fair-Play-Grundsätze schützt
daher nicht nur Tiere und Natur, sondern auch die Sicherheit der
Menschen im Wald“, so Andreas Gruber, Vorstand der Bundesforste, die
jeden zehnten Quadratmeter Wald und Natur in Österreich betreuen.

Auch für den Österreichischen Alpenverein ist ein bewusster
Umgang mit Natur und Mitmenschen die Basis für positive Outdoor-
Erlebnisse. Mit Initiativen wie „RespektAmBerg“ wirbt der Alpenverein
seit Jahren für umsichtiges Verhalten im alpinen Raum. „Respekt in
der Natur zeigt sich besonders im Frühling: Wer auf den Wegen bleibt,
sensible Bereiche meidet und der Natur Raum lässt, trägt dazu bei,
Konflikte zu vermeiden, Wegefreiheit zu sichern und die ursprüngliche
Bergwelt zu bewahren“, sagt Wolfgang Schnabl, Präsident des
Österreichischen Alpenvereins.

Auf den Wegen bleiben, Hunde anleinen und Müll wieder mitnehmen

Im Frühling bleibt vieles im Wald verborgen – und ist doch
besonders störanfällig. Viele heimische Arten haben jetzt Brut- und
Setzzeit: Hirsche, Rehe, Wildschweine, Füchse, Hasen und zahlreiche
Vogelarten ziehen Nachwuchs auf. Jungtiere setzen in den ersten
Lebenswochen auf Tarnung statt Flucht, viele Vogelarten brüten,
Amphibien wandern zu ihren Laichgewässern.

Beim Frühlingsbesuch im Wald sind es oft kleine Entscheidungen,
die viel bewirken. Wer beim Wandern, Biken und Skitourengehen auf den
markierten und freigegebenen Wegen bleibt, Dämmerungszeiten nach
Möglichkeit meidet, Wildruhegebiete respektiert und Hunde an die
Leine nimmt, hilft mit, den Lebensraum Wald zu schützen. Nach dem
Winter sind Wildtiere oft geschwächt und reagieren sensibel: Jede
Störung kann ein Fluchtverhalten auslösen und wertvolle Energie
kosten, die für das Überleben und die Aufzucht des Nachwuchses
entscheidend ist. Keinesfalls sollte man sich zudem Wild- und
Jungtieren nähern oder sie berühren. Auch scheinbare Kleinigkeiten
können Folgen haben: Achtlos weggeworfener Müll schadet Pflanzen und
Böden, scharfkantige Verpackungen oder Glas stellen eine Gefahr für
Wildtiere dar. Und überall dort, wo Holz geerntet oder
Waldpflegemaßnahmen durchgeführt werden, gilt eine weitere – mitunter
lebenswichtige – Regel: Temporäre Betretungsverbote (forstliche
Sperrgebiete) sind zur eigenen Sicherheit unbedingt zu beachten.

Gemeinsam für ein faires Miteinander

Ziel des gemeinsamen Appells ist es, das Erlebnis Wald durch
aktive Bewusstseinsbildung für alle Seiten möglichst positiv zu
gestalten. Diesen Zugang greift auch die ÖBf-Informationskampagne #
waldfairliebt auf, mit der die Bundesforste Waldbesucher*innen
ganzjährig für ein respektvolles Verhalten in der Natur
sensibilisieren.

„Der Wald steht uns allen offen – und gerade deshalb braucht er
besondere Achtsamkeit. Wir sind in der Natur zu Gast. Bitte daher im
Wald rücksichtsvoll verhalten! So leisten wir einen wichtigen Beitrag
zu klimafitten Wäldern und zum Schutz gesunder Wildtiere“, so ÖBf-
Vorstandssprecher Georg Schöppl abschließend.

Pressefotos unter www.bundesforste.at