Wien (OTS) – Jens Schneider wird als Rektor der Technischen
Universität Wien in
eine zweite Amtszeit gehen. Der Universitätsrat und der Senat haben
den amtierenden Rektor im März 2026 wiedergewählt. Die neue
Funktionsperiode beginnt am 1. Oktober 2027 und dauert vier Jahre bis
zum 30. September 2031.
Zwtl.: Ablauf und gesetzliche Grundlagen
Gemäß Universitätsgesetz folgt die Wiederwahl eines Rektors einem
vereinfachten Verfahren. Der Senat der TU Wien stimmte dem Antrag auf
Wiederbestellung in seiner Sitzung am 16. März 2026 mit 22 von 26
Stimmen zu. Der Universitätsrat unter Vorsitz von Prof. Johanna
Stachel (Universität Heidelberg) bestätigte diese Entscheidung
einstimmig in seiner Sitzung am 26. März 2026.
Zwtl.: Anerkennung der Leistungen
Prof. Johanna Stachel, Universitätsratsvorsitzende: “ Durch den
fuTUre fit Prozess hat Rektor Schneider zusammen mit seinem Team
einen umfangreichen Strategiefindungsprozess realisiert und die
Implementierung der Maßnahmen hat begonnen, wird aber in jedem Fall
eine weitere Amtsperiode benötigen, um in allen Bereichen der TU Wien
zu greifen. Dazu wünschen wir ihm eine gute Hand. “
Prof. Bernhard Hofko, Senatsvorsitzender: „ Der Abstimmung ging
ein intensiver Austausch zwischen Senat und Rektor voraus. Das starke
Votum im Senat fußt auf den Ergebnissen für die zukünftige
Zusammenarbeit. Ich freue mich, das starke Momentum für die kommende
Periode zu nutzen, um die TUW gemeinsam weiterzuentwickeln. “
Zwtl.: fuTUre fit: Erfolgreiche Strategieumsetzung seit Amtsantritt
2023
Seit seinem Amtsantritt im Oktober 2023 hat das Rektoratsteam der
TU Wien die Universität mit klarer strategischer Orientierung, hoher
Umsetzungskraft und starkem Gestaltungsanspruch vorangebracht. Die
Erfolge sind messbar: Die Zahl der Studierenden wuchs um 6%, mit
besonders starker internationaler Komponente (EU +27%, Drittstaaten +
28%). Die Forschungserlöse stiegen zwischen 2023 und 2025 um 16% auf
136 Millionen Euro, die Anzahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen
wuchs um 5%.
Im Jahr 2024 wurde mit dem Start des partizipativen
Strategieprozesses „fuTUre fit“ eine starke Grundlage für die
institutionelle Zukunft gelegt. Der Prozess – mit zehn Arbeitsgruppen
und breiter Partizipation Studierender, Professor_innen und
Mitarbeiter_innen – definierte acht strategische Ziele und
erarbeitete gemeinsam die Vision für die kommenden Jahre:
TU Wien – where we dare to reason.
The creative urban tech university.
Unlimited.
Die Strategie setzt Akzente in der Stärkung der
forschungsgeleiteten Lehre, für bessere Forschungsförderung, zum
Ausbau des Startup- und Innovationsökosystems, zu Fortschritten bei
Gleichstellung und Inklusion, bei internationalen Partnerschaften
sowie zu wichtigen Umsetzungsschritten in der Digitalen
Transformation und Campusentwicklung.
2025 setzte die Universität diesen Weg mit Nachdruck fort. Die
fuTUre-fit-Strategie wurde institutionell verankert und mit konkreten
Projekten breit wirksam gemacht. Neue Initiativen entstanden, z.B.:
Stärkung des Startup-Ökosystems mit Spin-Off Factory , Noctua Science
Ventures Fonds , Ausbau der TU Wien Foundation mit dem Lumina Fund (4
Mio. Ꞓ Zustiftung), Gender Equality Office, Inclusion TUnlimited,
Academic AI on-premise, International Welcome Center, fuTUre fit-
Projekt Cyclefit . Parallel wurden Nachhaltigkeitsziele definiert und
bereits an deren Umsetzung gearbeitet, Community Relations ausgebaut
und die internationale Sichtbarkeit der TU Wien deutlich erhöht.
Markante Meilensteine wurden auch in Personalentwicklung und
Lehre gesetzt – mit neuen Standards, Prozessoptimierungen und
erweiterten Unterstützungsangeboten (z.B. Student Support und Projekt
150+), was sich in steigender Prüfungsaktivität und Abschlusszahlen
widerspiegelt. Die TU Wien konnte auch ihre Stellung als einer der
attraktivsten Arbeitgeber Österreichs festigen.
Besondere Bedeutung hatte die Weiterentwicklung nationaler,
europäischer und internationaler Sichtbarkeit und Kooperationen in TU
Austria (mit den neuen assoziierten Partnern BOKU, JKU Linz,
Universität Innsbruck seit Oktober 2025), Universitätsallianz EULiST
(11 europäische Partner) und internationalen strategischen Partnern
wie TU Berlin, Imperial College und University of Tokyo.
Zwtl.: Rektor Schneiders Perspektive und Ziele
Zur Wiederwahl erklärt Rektor Jens Schneider: “ Das Vertrauen der
Universitätsangehörigen und Leitungsgremien erfüllt mich mit großer
Dankbarkeit und überträgt mir Verantwortung. Gemeinsam werden wir die
Stärken der TU Wien – Exzellenz, Diversität und Teamgeist – an einem
der attraktivsten Wissenschaftsstandorte Europas weiter ausbauen. Im
Mittelpunkt stehen dabei stets die Menschen. Mit der Vision ‚TU Wien
– where we dare to reason‘ konzentrieren wir uns auf unsere
besonderen Stärken. Die Sieben T – Technik, Talent, Toleranz, Trust,
Transparency, Team und Truth prägen unsere gemeinschaftliche Kultur
und ermöglichen uns, die Universität im internationalen Wettbewerb
gezielt weiterzuentwickeln. Dadurch erhöhen wir ihre Sichtbarkeit und
festigen ihre Rolle als Motor für Wissenschaft, Wirtschaft und
Gesellschaft in Österreich und Europa. Ich werde diese Entwicklung
mit vollem Einsatz und Leidenschaft weiter vorantreiben. “
Zwtl.: Strategische Schwerpunkte für die 2. Amtsperiode
Die Wiederwahl Rektor Schneiders steht für Kontinuität,
Verlässlichkeit und einen klaren Zukunftskurs. Auf Basis der fuTUre-
fit-Strategie wird die TU Wien ihre Rolle als größte Technische
Universität Österreichs und international sichtbarer Akteur gezielt
ausbauen. Folgende strategische Ziele stehen im Mittelpunkt:
Infrastruktur und internationale Positionierung: Die TU Wien wird
ihre Standorte und Infrastrukturen gezielt weiterentwickeln und
zentrale Bauprojekte vorantreiben (insbesondere Neubau Physik Arsenal
) und sich am Europa Campus Hainburg als europäischer
Forschungsstandort etablieren. Die internationale Sichtbarkeit soll
durch Spitzenberufungen, starke Forschungsallianzen, Aufbau Center
for AI in Science & Engineering (CAISE) sowie Vienna AI mit der
Universität Wien und Positionierung in strategischen Netzwerken wie
TU Austria und der Universitätsallianz EULiST gestärkt werden. Und
auch künftig muss die finanzielle Grundlage dafür in Verhandlungen
mit den Ministerien gesichert werden. Denn Investitionen in
Wissenschaft und Bildung zählen zu den wichtigsten Treibern
wirtschaftlicher Entwicklung.
Forschung, Lehre und Digitale Transformation: Ein zentraler
Schwerpunkt liegt auf der engen Verbindung von Forschung und Lehre.
Studienprogramme werden modernisiert, internationale Angebote
ausgebaut und neue Initiativen wie AI4All und Entrepreneur-ship4All
vorangetrieben. Neue Doktoratsprogramme und Programme fördern das
wissenschaftliche und das Innovations-Ökosystem Österreichs. Die
digitale Transformation wird als strategische Priorität verankert –
mit künstlicher Intelligenz wie Academic AI on-premise LLM, Fokus auf
Datensouveränität, Cybersecurity und neuen Rollenprofilen für eine
zukunftsfähige Daten- und IT-Struktur.
Entrepreneurship, Vielfalt und Nachhaltigkeit: Die
Innovationskultur wird weiter gestärkt, neue Räume und Formate für
Begegnung geschaffen. Vielfalt, Gleichstellung und Inklusion werden
noch stärker verankert. Nachhaltigkeit wird als Leitprinzip in
Forschung, Lehre und Betrieb umgesetzt, während Entrepreneurship,
Spin-offs, Start-ups und der Austausch mit Wirtschaft und Industrie
und der Stadt Wien zusätzliche Impulse für Wissenstransfer und
gesellschaftliche Wirkung entfalten.
Gemeinschaft und Wissenschaftskommunikation: Die TU Wien setzt
auf ein starkes Wir-Gefühl: Gemeinsam sind wir TU Wien! Community,
Absolvent_innen-Bindung, sichtbare Wissenschaftskommunikation und
mehrsprachige Kommunikation sollen die Universität nach innen und
außen noch kraftvoller positionieren, beispielsweise wird das „Q“ (
Austrian Science Communication Center) gemeinsam mit der Uni Wien und
der ÖAW 2027 mitten in Wien eröffnet.
Zwtl.: Zur Person
Prof. Dr.-Ing. Jens Schneider ist seit 1. Oktober 2023 Rektor der
Technischen Universität Wien und amtierender Präsident der TU Austria
, der Allianz der drei Technischen Universitäten Österreichs in Wien,
Graz und Leoben mit drei assoziierten Partneruniversitäten (JKU Linz,
BOKU Wien, Uni Innsbruck). Nach seinem Studium und seiner Promotion
im Bauingenieurwesen war er in Wissenschaft und Forschung tätig und
bekleidete mehrere leitende Funktionen in der Wissenschaft und der
Wirtschaft. Seine akademischen Schwerpunkte liegen in der
Glasforschung und im konstruktiven Ingenieurbau. Als Rektor setzt er
Impulse für die strategische Weiterentwicklung von Hochschulen im
internationalen Kontext sowie für Entrepreneurship und Innovation und
engagiert sich zugleich für Exzellenz in Forschung und Lehre, eine
inklusive und vielfältige Universitätskultur sowie für eine enge
Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.
Die Wiederwahl Jens Schneiders für eine zweite Amtsperiode steht
für die konsequente Fortsetzung eines zukunftsorientierten Kurses,
der die TU Wien strategisch schärft, institutionell stärkt und mit
der klaren Vision – ‚TU Wien – where we dare to reason‘ – in die
Zukunft führt.