Wien (OTS) – Mit der Zeitumstellung am kommenden Sonntag (29. März)
beginnt erneut
die Sommerzeit. Eine einheitliche EU-Regelung zur Abschaffung steht
weiterhin aus. Aus arbeitsmedizinischer Sicht bleibt die Kritik
bestehen.
Zwtl.: Die wichtigsten arbeitsmedizinischen Aspekte im Überblick:
– Schlaf und Biorhythmus: Die Umstellung im Frühjahr ist laut Studien
mit Schlafmangel und einer Verschiebung der inneren Uhr („sozialer
Jetlag“) verbunden.
– Leistungsfähigkeit: Kurzfristig kann es zu Konzentrationsproblemen
und verminderter Leistungsfähigkeit im Arbeitsalltag kommen.
– Dauerhafte Sommerzeit kritisch: Vor allem im Winter würden viele
Menschen dauerhaft in der Dunkelheit in den Tag starten – mit
möglichen negativen Folgen für Wohlbefinden und Produktivität.
Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass die Umstellung im
Frühjahr den biologischen Rhythmus stört und die Anpassung mehrere
Tage in Anspruch nehmen kann.
„ Die innere Uhr orientiert sich am Tageslicht. Die
Zeitumstellung kann diese natürliche Regulation stören und sich
negativ auf Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit auswirken “, erklärt
Arbeitsmediziner Helmut Stadlbauer (IBG). Besonders betroffen seien
bei der Umstellung im Frühjahr die späten Chronotypen („Eulen“), im
Herbst bei der Rückstellung die Frühaufsteher („Lerchen“). Bestehende
Schlafstörungen könnten verstärkt werden.
Auch die häufig genannten Vorteile längerer heller Abende würden
die gesundheitlichen Effekte nur teilweise ausgleichen. Flexible
Arbeitszeitmodelle könnten zwar unterstützen, änderten jedoch nichts
an der grundsätzlichen Verschiebung zwischen biologischer und
sozialer Zeit.
IBG spricht sich daher weiterhin für die Beibehaltung der
Normalzeit (Winterzeit) aus. Diese entspricht eher dem menschlichen
Biorhythmus und bietet bessere Voraussetzungen für Gesundheit und
Leistungsfähigkeit.
IBG Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement GmbH ,
gegründet 1995, ist mit über 200 Mitarbeiter:innen, davon rund 80
Arbeitsmediziner:innen, Österreichs größte Unternehmensberatung im
Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. IBG ist in ganz
Österreich vertreten.