Wissenschaftsbücher des Jahres gewählt!

Wien (OTS) – Die Publikumswahl zum besten Wissenschaftsbuch des
Jahres ist
abgeschlossen und die Gewinner:innen stehen fest. Eva-Maria
Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung,
gratuliert den Autor:innen: „Wissenschaftliche Bücher sind ein
Bollwerk gegen Unwissenheit und Manipulation. Sie stehen für Fakten,
für Evidenz und für den Mut, sich mit schwierigen Fragen
auseinanderzusetzen. Gerade für eine wehrhafte Demokratie brauchen
wir vielfältige Formate der Wissenschaftskommunikation, die Wissen
zugänglich machen und zum Weiterdenken anregen.“

Geistes- / Sozial- / Kulturwissenschaften:
Oliver Rathkolb: Ökonomie der Angst. Die Rückkehr des nervösen
Zeitalters (Verlag Molden)

Radikalisierung, Autoritarismus, Kriegstreiberei, Xenophobie und
Kontrollverlust: Oliver Rathkolb macht die Ursache für die allgemeine
Nervosität der Gesellschaft an der »ersten und zweiten
Turboglobalisierung« fest. Politische Umwälzungen, ökonomische Krisen
und technologische Innovationen überfordern im Vorfeld des Ersten
Weltkriegs wie auch heute die nationalen Gesellschaften und ihre
politischen Eliten – und rufen die Raubritter der Wirtschaft auf den
Plan, wie Rathkolb informativ wie eindrücklich darlegt.

Medizin / Biologie:
Werner Bartens: Leib und Seele. Eine Reise durch die Geschichte der
Medizin (Verlag Rowohlt Berlin)
Was macht uns krank? Welchen Einfluss hat die Seele auf unseren
Körper? Lässt sich Gesundheit durch den Lebensstil oder die Ernährung
aktiv herstellen? Die Medizin hat sich enorm entwickelt. Doch es gibt
Kontinuitäten, die Jahrhunderte zurückreichen. Werner Bartens nimmt
anschaulich die Wechselwirkung von körperlichem Befinden und
seelischem Zustand in den Blick und erweist sich dabei zugleich als
äußerst talentierter Erzähler der Medizingeschichte.

Naturwissenschaft / Technik:
Susana Monsó: Das Schweigen der Schimpansen. Wie Tiere den Tod
verstehen (Verlag Insel)
Der Mensch glaubt beharrlich, dass nur er allein in der Lage ist,
sich einen Begriff von der eigenen Sterblichkeit zu machen. Dabei
lassen sich im Tierreich viele Reaktionen auf den Tod beobachten, die
unseren zwar nicht gleichen mögen, doch trotzdem von Verständnis
handeln: Schimpansen putzen die Zähne toter Artgenossen oder Wale
tragen ihre Toten wochenlang durch das Meer. Susana Monsó verbindet
Philosophie, Verhaltensforschung und Psychologie zu einem klugen,
bewegenden wie fordernden Werk, das zum Nach- und Umdenken über unser
Verhältnis zu den Tieren aufruft.

Junior-Wissensbücher:
Katja Seifert: Auf in die Berge. Was Menschen in die Höhe treibt (
Verlag NordSüd)
Dieses opulente Sachbilderbuch erzählt, wie der Alpinismus seinen
Anfang nahm, welche Herausforderungen die ersten Frauen und Männer
auf ihrem Weg nach oben meistern mussten, und von den berühmtesten
Expeditionen zu den weltweit höchsten Bergen. Eine Liebeserklärung an
die Berge für Kinder ab 6.

Nähere Beschreibungen zu den Büchern finden sich auf
www.wissenschaftsbuch.at
Die Wahl zu den besten Wissenschaftsbüchern erfolgt in einem
mehrstufigen Prozess, der vom Magazin Buchkultur geleitet wird. Eine
Fachjury aus den Bereichen Wissenschaft, Forschung,
Wissenschaftsjournalismus, Büchereien und Buchbranche wählt in vier
Kategorien jeweils fünf Bücher aus. Aus diesen werden im Anschluss in
einer Publikumswahl die Siegertitel ermittelt. Bei der diesjährigen
Wahl wurden knapp 6.000 Stimmen abgegeben. Die Preisverleihung findet
am 2. März in der Akademie der Wissenschaften statt.