Berlin/Nürnberg (OTS) – Vom 10. bis 13. Februar präsentieren 65
Unternehmen aus 16 Regionen
auf dem Gemeinschaftsstand der Italian Trade Agency (ITA/ICE) in
Nürnberg ihre biologisch erzeugten Lebensmittel – von klassischen
Olivenölen über Pasta und Reisspezialitäten bis hin zu innovativen
Convenience-Produkten. Auf 640 Quadratmetern können die Messegäste in
Halle 4 (Stände 110 – 111 – 129) jede Menge kulinarische
Köstlichkeiten „made in Italy“ entdecken.
Auch in diesem Jahr schafft die Italienische Agentur für
Außenhandel (ITA/ICE) ihren 65 Co-Ausstellern eine attraktive
Plattform, um den Messegästen aus aller Welt einen aktuellen Einblick
in die Vielfalt, Qualität und Innovativität italienischer Bio-
Produkte zu geben.
Das Sortiment reicht von erlesenen Olivenölen und
Essigspezialitäten, Pasta und Reis über Backwaren, süße und salzige
Snacks bis hin zu Saucen, Pesto und Brotaufstrichen, eingemachtem
oder eingelegtem Obst und Gemüse sowie Trüffeln. Zu den Highlights
zählen zudem Fertigmischungen und Instantgerichte, glutenfreie Mehle,
Gewürze, Heil- und Arzneipflanzen. Getränke wie Kaffee, Limonade,
Saft und Wein runden das Angebot ab.
Der „Stiefel“ bietet mit seinen unterschiedlichen Klimazonen und
Böden – von den Alpenregionen über die Toskana bis nach Sizilien –
ideale Bedingungen für die Ausprägung charakteristischer Aromen. In
diesem Jahr kommen die Aussteller auf dem Gemeinschaftsstand aus 16
von insgesamt 20 italienischen Regionen, darunter Abruzzen, Apulien,
Emilia-Romagna, Kalabrien, Kampanien, Latium, Lombardei, Marken,
Molise, Piemont, Sardinien, Sizilien, Toskana, Trentino-Südtirol,
Umbrien und Venetien. Das Spektrum reicht vom etablierten
Traditionsunternehmen bis hin zum Newcomer auf internationalem
Parkett.
Regionale Rohstoffe und traditionelle Handwerkskunst harmonieren
mit Bio-Standards
Viele der präsentierten Produkte stammen aus klar abgegrenzten
Herkunftsgebieten und kombinieren den Bio-Standard mit „geschützter
Ursprungsbezeichnung“ (g.U.) oder „geschützter geografischer Angabe“
(g.g.A.). In der Regel beruht der Anbau oder die Herstellung dieser
Lebensmittel auf überliefertem Familienwissen. Pasta oder Olivenöl
z.B. werden in handwerklichen Verfahren hergestellt, bei denen großer
Wert auf schonende Verarbeitung gelegt wird – etwa auf langsame
Trocknung von Pasta oder Kaltpressung von Olivenöl -, was Geschmack
und Qualität verbessert.
Seit jeher ist die italienische Alltagsküche stark auf frische,
wenig verarbeitete Zutaten ausgerichtet. „Bio ist in Italien kein
Trend, sondern Teil unserer Esskultur“, erklärt Ferdinando Fiore,
Direktor der Italienischen Außenhandelsagentur in Berlin. „Unsere
Küche steht für Tradition, Lebensart und Qualität – Werte, die nun
auch von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe gewürdigt wurden.“
Italien ist führend, wenn es um Produkte aus biologischem Anbau
geht.
Italien zählt zu den weltweit führenden Produzenten von Bio-
Lebensmitteln. Laut Nomisma-Daten wächst der Markt seit Jahren
kontinuierlich – sowohl im Inland als auch im Export. Der
Gesamtumsatz mit italienischen Bio-Lebensmitteln lag 2024 bei 10,423
Mrd. Euro. Davon entfielen 6,526 Mrd. Euro auf den nationalen Umsatz,
was einer Steigerung von rund 5,7 Prozent entspricht. Mehr als ein
Drittel der Waren sind für internationale Märkte bestimmt. So konnte
im Jahr 2024 ein Exportwert von 3,897 Mrd. Euro erzielt werden, was
einem Wachstum von 7,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Damit belegt Italien aktuell Platz 1 im Ranking der europäischen
Exportländer und Platz 2 im weltweiten Vergleich.
Zu den wichtigsten Exportprodukten aus ökologischer Herstellung
zählen Wein, Olivenöl, und Getreideprodukte. Die Europäische Union
ist nach den USA weltweit der zweitgrößte Absatzmarkt für Bio-
Lebensmittel. Als größter Bio-Markt in Europa behauptet sich
Deutschland. Die wichtigsten Zielmärkte für italienische Bio-Produkte
sind Deutschland (größter Bio-Markt in Europa), Frankreich,
Skandinavien, BeNeLux und die USA.
Das breit gefächerte Sortiment an Bioprodukten „made in Italy“
lässt kaum Wünsche offen, zu entdecken auf dem ITA-
Gemeinschaftsstand, an dem sich 65 Firmen aus 16 Regionen beteiligen.
Italien auf der BIOFACH 2026, Messe Nürnberg, Halle 4, Stände 110
– 111- 129.
Über die Italian Trade Agency:
Die Italian Trade Agency ITA hat als staatliche Agentur für
Außenhandel die Aufgabe, die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen
zwischen Italien und Deutschland zu fördern und die italienischen
Hersteller bei der Vermarktung u. a. von Genussprodukten „made in
Italy“ zu unterstützen.
HINTERGRUND: ITALIENS BIOMARKT AUF WACHSTUMSKURS
– Förderung durch die öffentliche Hand
Seit 2017 fördern Regionen und Kommunen per Dekret den Einsatz
von Bio-Produkten in der Schul- und Kindergartenverpflegung. Bis 2023
hat sich der Bio-Anteil in diesem Bereich verdreifacht. Unter
Einbeziehung von Kantinen und Restaurants ist Italien auch beim Außer
-Haus-Verzehr (AHV) führend: Der Umsatz mit Bio-Produkten lag hier
2024 bei 1,331 Mrd. Euro – vor Frankreich und Schweden. (Quelle:
Osservatorio SANA-Nomisma – Rivoluzione Bio)
– Italien mit rund 100.000 Erzeugern und Verarbeitern gut
aufgestellt.
Italien gehört in Europa zu den Ländern mit der höchsten Zahl an
Bio-Erzeugern und Bio-Verarbeitungsbetrieben. Im Jahr 2024 waren laut
Bericht „Bio in cifre 2025“ des ISMEA (Istituto di Servizi per il
Mercato Agricolo Alimentare) 87.042 biologisch wirtschaftende
Landwirtschaftsbetriebe registriert – darunter viele mittelständische
Unternehmen und Spezialitätenhersteller. Hinzu kommen rund 10.000
Verarbeitungsbetriebe – damit liegt Italien an der Spitze des
europäischen Rankings. Der Bio-Anteil am nationalen Lebensmittelmarkt
betrug 2023 in Italien 3,5 Prozent mit steigender Tendenz, in
Deutschland hingegen 6,3%. (Quelle: IFOAM – International Federation
of Organic Agricultural Movements)
– Wachsende Bedeutung des Öko-Landbaus
Rund 20,2 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche werden
ökologisch bewirtschaftet. Damit belegt Italien EU-weit Platz drei –
hinter Spanien und Frankreich. Die Steigerungsrate betrug im Jahr
2024 2,4 Prozent. Immer mehr Betriebe entscheiden sich für eine
nachhaltige und umweltschonende Bewirtschaftung. Sie setzen auf
saisonale Rohstoffe, kurze Verarbeitungszeiten und natürliche
Konservierungsmethoden, um Nährstoffe und natürliche Aromen zu
erhalten, und investieren verstärkt in Bodenschutz, Artenvielfalt und
emissionsarme Produktionsweisen.