Wien (OTS) – Mariia Ustiuhova erhält den
Vanessa-Preger-McGillivray-Preis 2026 der
Universität für angewandte Kunst Wien und der Stadt Wien. Ustihuova
ist Diplomandin der Abteilung Zeichnung und Druckgrafik am Institut
für Bildende und Mediale Kunst der Angewandten und wird für ihr
Diplomprojekt „Di Sonetti“ ausgezeichnet. In der von Jan Svenungsson
betreuten Mixed-Media-Installation spürt Ustiuhova synästhetischen
Eindrücken als zeit-überwindenden Mechanismen nach. Der Preis wurde
im Rahmen der akademischen Abschlussfeier am 30. Jänner 2026 im
Auditorium der Angewandten verliehen.
Die Preisjury lobte die Arbeit als „eine traumhafte Feier des
Lebens, die in einem immersiven poetischen Raum sinnlicher
Erfahrungen umgesetzt wurde und durch widersprüchliche Materialitäten
zum Ausdruck kommt. Im Begleittext vermischen sich präzise
Kindheitserinnerungen mit aktuellen Erfahrungen, um zu zeigen, dass
synästhetische Erlebnisse Teil der Realität des Lebens sind.“
Mariia Ustiuhova, geboren 2001 in Kiev, wurde 2019 in der Abteilung
für Zeichnung und Druckgrafik (damals: Grafik und Druckgrafik)
aufgenommen.
„Es ist wichtig, Trauer – wie Erinnerungsarbeit – produktiv werden zu
lassen. Der Preis erinnert daran, welche Perspektiven der jungen
Kunststudentin Vanessa Preger-McGillivray durch den grausamen
Anschlag in der Wiener Innenstadt genommen wurden. Der nach ihr
benannte Preis eröffnet Zukunftschancen und ist zugleich eine Mahnung
gegen Terror und Gewalt: Er stellt der Verzweiflung die Kraft der
Kunst entgegen und trägt die Erinnerung weiter. Es freut mich ganz
besonders, dass der Ukrainerin Mariia Ustiuhova der Preis von der
Jury zugesprochen wurde und ich wünsche ihr alles Gute für ihre
künstlerische Zukunft“, betont Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-
Hasler.
Seit Jänner 2021 wird der mit 3000 Ꞓ dotierte Vanessa-Preger-
McGillivray-Preis zu Ende des Wintersemesters für eine
Abschlussarbeit aus der Studienrichtung Bildende Kunst vergeben. Die
Universität für angewandte Kunst Wien und die Stadt Wien stiften
diese Auszeichnung zur Erinnerung an seine Namensträgerin, die am 2.
November 2020 bei dem Terroranschlag in der Wiener Innenstadt
ermordet wurde. Vanessa Preger-McGillivray hatte im Oktober 2020 ihr
Studium an der Angewandten begonnen. Der Preis soll an Vanessa
erinnern und das Potenzial eines Kunststudiums unterstreichen, er
soll Impulse geben und die Hoffnungen und Perspektiven eines
künstlerisch erfüllten Lebens verdeutlichen.
Foto-Downloads unter https://www.dieangewandte.at/presse