Wien (OTS) – „Mit dem zeitlichen Abstand zur Befreiung vom
Nationalsozialismus
wächst unsere Verantwortung, Erinnerung aktiv zu gestalten und sie
als klaren Auftrag für unsere demokratische Gegenwart zu begreifen“,
betont Sabine Schatz, SPÖ-Sprecherin für Erinnerungskultur anlässlich
des Internationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Jänner.
„Gedenkkultur muss über das Erinnern hinausgehen. Gerade in Zeiten,
wo Zeitzeug:innen weniger werden, braucht es umso mehr politische
Klarheit, konsequente Aufklärungs- und Bildungsarbeit und eine
entschlossene Auseinandersetzung mit Antisemitismus, Rassismus und
Rechtsextremismus“, so Schatz.****
Diese Verantwortung ist auch heute noch hochaktuell:
Antisemitische Übergriffe steigen permanent und antisemitische
Verschwörungsmythen verbreiten sich rasant. Der vergangene Woche
präsentierte Rechtsextremismusbericht verdeutlicht einmal mehr eine
alarmierende Entwicklung. „Seit Jahren steigen rechtsextreme
Straftaten, immer wieder kommt es zu Waffenfunden in der
rechtsextremen Szene”, sagt Schatz. Die Entwicklung und Umsetzung des
Nationalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus, den die
Bundesregierung auf den Weg bringen wird, sei deshalb ein Gebot der
Stunde, um einerseits Prävention zu stärken, andererseits aber auch
demokratiefeindlichen Entwicklungen entgegenzuwirken. „Der Kampf
gegen rechtsextreme und antisemitische Kräfte muss ein
Schulterschluss aller demokratischen Kräfte sein”, bekräftigt Schatz.
„Der Internationale Holocaust-Gedenktag erinnert uns daran, dass
Demokratie und Solidarität keine Selbstverständlichkeiten sind.
Erinnerungsarbeit heißt, Haltung zu zeigen. Nur so wird aus dem
Gedenken eine Verantwortung für heute und morgen”, sagt Schatz. „Das
heute viel zitierte ‘Nie wieder’ ist für uns ein klarer
Handlungsauftrag für jeden einzelnen Tag.“ (Schluss) mf/ff