SOS Mitmensch erneuert Appell an Wien: Schutzberechtigte nicht aus der Mindestsicherung werfen!

Wien (OTS) – SOS Mitmensch erneuert vor der dieswöchigen Sitzung des
Wiener
Landtags seinen Appell an die Wiener Politik, subsidiär
Schutzberechtigte nicht aus der Mindestsicherung auszuschließen.
Wohnungsverlust, Unterversorgung und ein massiver Schub bei der
Kinderarmut wären die Folge, so die Menschenrechtsorganisation. SOS
Mitmensch verweist darauf, dass jede vierte betroffene Person
minderjährig sei, zudem seien auch chronisch Kranke, pflegebedürftige
und betreuende Menschen überproportional betroffen.

„Niemandem ist geholfen, wenn Menschen ins soziale Elend gestürzt
werden. Insbesondere für die betroffenen Kinder hat das extreme
negative Auswirkungen auf ihren Alltag, ihre Gesundheit und ihre
soziale und bildungsbezogene Entwicklung“, ruft SOS Mitmensch-
Sprecher Alexander Pollak die Wiener Politik dazu auf, „nicht den Weg
der Rücksichtslosigkeit gegenüber den Schicksalen von Menschen zu
beschreiten“.

Pollak betont, dass es die Stadt Wien selbst war, die noch vor
kurzem vehement gegen die Verschärfung von Kinderarmut argumentiert
habe. So wurde in einer Stellungnahme der Stadt Wien zu Kürzungen
durch die frühere türkis-blaue Bundesregierung die Verhinderung von
Kinderarmut als „die beste, nachhaltigste und letztendlich auch
billigste Prävention im Kinderschutz“ beschrieben. Dieser Befund habe
nichts an Gültigkeit verloren, so Pollak.

SOS Mitmensch hat fast 5.000 Unterschriften gegen den
Mindestsicherungsausschluss von subsidiär Schutzberechtigten
gesammelt und wird diese dem Büro von Sozialstadtrat Peter Hacker
übergeben. „Eine Budgetkrise löst man nicht durch Kürzungen bei den
Menschen ganz unten und schon gar nicht durch Chancenraub bei
Kindern, sondern durch Solidarität und Beitragsbereitschaft von
oben“, so Pollak abschließend.